letztes Update: 17.08.06

Eva Wiemers

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Portrait
Magister der Germanistik und Anglistik; Amateurreitlehrerin FN (BRD); bis 1992 erfolgreiche Turnierteilnahmen mit selbstausgebildeten Pferden bis Springen L und Dressur M; danach selbständig als Kurslehrerin.
Eva Wiemers beschäftigt sich seit Jahren schwerpunktmäßig mit der Ausbildung von Pferden und Menschen in zirzensischen Lektionen und kann daher auf aberhundertfache Erfahrung verweisen. Sie ist darüberhinaus eine in allen Sparten versierte Reiterin und Ausbilderin und seit über 20 Jahren in großen Vereinen tätig.

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Eva Wiemers´ Ausbildungsmethoden liegen die neuesten Erkenntnisse aus Verhaltensforschung und Pferdephysiotherapie zugrunde.

Sie hat damit einen Grundstein für ein “Zirzensisches Horsemanship” gelegt, in dem der Rücksichtnahme auf gesunde Bewegungsabläufe mindestens derselbe Stellenwert zukommt wie der Erziehung und der Vertrauensbildung.

In ihren zirzensischen Kursen verzichtet Eva Wiemers bewußt auf reines Tricktraining (z.B. Ja-Nein-Sagen, Apportieren), obwohl auch das auf Wunsch gerne gezeigt wird. In ihrem Unterricht stehen die psychische und die gymnastische Förderung der Pferde im absoluten Vordergrund.

Mit ihrem dressurreiterlich geschulten Auge entdeckte und betonte sie als erste, wie wertvoll aber auch wie anspruchsvoll die früher nur als "Tricks" betrachteten Übungen für das Pferd sind. Zirzensische Lektionen, wie Kompliment und Knien, Liegen, Sitzen, Spanischer Schritt und Steigen, verbessern das Gleichgewicht, kräftigen die Muskulatur von Brust- und Schultergürtel, von Rücken. Bauch und Hinterhand und stärken Bänder und Sehnen.

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Seit Beginn Ihrer Kurspraxis hat Eva Wiemers nach Wegen gesucht, die Pferde zum freiwilligen "Verbeugen" zu bewegen: ohne Verwendung eines Gebisses und mit der Beinlonge ausschließlich als Balancehilfe. Durch diesen Verzicht auf Zwang konnten die Pferde mit dem Ausbilder "sprechen", wenn sie Probleme hatten. Dadurch wurde es allerdings notwendig, sich intensiv mit Pferdeverhalten und Pferdepsychologie zu beschäftigen, damit wir unsere "sprechenden" Pferde auch verstehen konnten!

Nur unter diesen zwangfreien und auf dem partnerschaftlichen "Gespräch" basierenden Ausbildungsbedingungen helfen zirzensische Lektionen, ein besonderes Vertrauensverhältnis entstehen zu lassen: Wenn ein Pferd sich in jeder Umgebung freiwillig und ohne erkennbare Gewaltanwendung (momentan oder vergangen) für seinen Menschen niederlegt, dann hat es unüberbietbares Vertrauen.

Ihre beiden Bücher, die auf der Grundlage Eva Wiemers´ umfassenden Praxiserfahrungen entstanden sind, gelten längst als Standartwerke zur zirzensischen Pferdeausbildung. Sie bieten als erste und einzige ein System an, welches Pferde und Menschen Stufe für Stufe sowohl zielorientiert als auch sicher für beide Partner durch die Ausbildung führt.

In ihren Büchern "Zirzensische Lektionen mit Pferden - eine sinnvolle Pferdegymnastik" (Olms, Band 1/1998, Band 2/2002) entwickelt Eva Wiemers ihr Schritt-für-Schritt-Ausbildungsprogramm, welches für Pferd und Mensch gut nachvollziehbar ist. Ihre fachkundige Anleitung und das gut strukturierte Kurssystem führen schon nach einem Wochenendlehrgang zu guten Ergebnissen, auf die ein anschließendes erfolgreiches Üben zu Hause aufbauen kann.

Ihre Lehrfilme "Zirzensische Bodenarbeit" führen durch die Ausbildungsphasen und beschreiben die Ausbildungstechniken. Aber vor allem schulen sie das Auge für die Bewegungsabläufe, die sich in Worten so schwer beschreiben lassen. Dabei wird nicht nur das perfekte Pferd gezeigt, sondern der Zuschauer erlebt das lernende Pferd und erkennt, welche Reaktionen zielführend sind.

Tiefer Respekt und Liebe für die Pferde sind Triebfeder für Eva Wiemers Forschungsarbeit und davon geprägt ist auch Ihr Unterricht. Wer diese Bücher liest und die Videos anschaut oder Eva Wiemers selber bei der Arbeit sieht, kann immer wieder selbst erleben, wie die "gespürte Liebe" die Pferde aufblühen lässt.